Einsamer „Männerburger“

Da bin ich mal wieder. Einsam und allein gelassen von der Liebsten. Was soll ich tun? Trübsal blasen? Spazieren gehen? Den Rechner neu aufsetzen? (Macht keinen Sinn, Windows nutze ich seit ’95 nicht mehr.) Xbox spielen? Joggen gehen? Was sauber putzen? Ich nutze die Gelegenheit der Stunde und bereite einen echten „Männerburger“ für den ganzen Mann – mit allem, was sonst nicht „erlaubt“ ist: Er muss schärfer sein als die Vermisste, derber als der Schmerz (vor allem geruchstechnisch) und mächtig genug für all‘ die verlorenen Stunden 😉 .

Dafür brauche ich

  • 100 Gramm Mehl
  • 50 ml lauwarmes Wasser
  • etwas Kurkuma
  • bisschen brauner Zucker
  • weniger als ein 1/4 Hefe-Würfel
  • eine Prise Salz
  • ein Ei
  • ein kleines Stück zerlassene Butter
  • eine Chilischote in der Butter
  • eine wirklich große Knoblauch-Zehe
  • eine verführerische Charlotte 😉 (Schalotte)
  • eine schöne wohlgeformte Strauchtomaten
  • 2 schöne runde Black-Angus-Patties
  • irgendein verrückter Käse (hier: der eher unverrückte Greyerzer)
  • etwas völlig unverrückter, dafür äußerst bodenständiger Bautz’ner Senf
  • ein paar letzte, kleine Gürkchen aus em Kühlschrank (hintere Ecke, links)

… und so viel Zeit, wie ich gerade habe …

… und so ging es weiter …

Kaum war mein Herzblatt davon, erinnerte ich mich an Hefe im Kühlschrank und Mehl im Vorratsglas. Beides mit dem Zucker, Wasser, Kurkuma, Salz, einem Ei und der Butter in die knallrote KitchenAid und rühren, rühren, rühren … Bier.

Nach ein paar Schlucken Trosthopfen die Masse abgedeckt in Richtung Heizung gestellt. Ich denke, eine gute Stunde gärte die Hefe dort in dem, vom Kurkuma gelblichen, Teig herum. Ja, warum habe ich Kurkuma genommen? Ich habe neulich ein Toastbrot gemacht (hmm, noch gar nicht gebloggt) mit Kurkuma aus Thessaloniki und das hatte neben gutem Geschmack auch eine hübsche Farbe. Also mache ich heute einen gelben Burger. Für Unwissende: Hefeteig mit frischer Hefe geht ab einer Stunde aufwärts auf, also seid nicht hektisch, der Teig sollte wirklich DEUTLICH größer geworden sei. Wenn nicht, mach‘ das noch mal und vorher ein neues Bier auf …

Den aufgegangenen recht flüssigen Teig habe ich dann auf eine Mehlschicht gekippt und ein paar mal gewendet. Der geformte, ECHT GROßZÜGIGE Bun geht auf seinem Blech noch einmal eine gute halbe Stunde bei erhöhter Zimmertemperatur auf.

ein wirklich fettes Bunny … und schön blond …

In der Zwischenzeit kann man ja schon mal die Charlotte anschauen und mit einer feinen Knoblaubzehe vermählen. Charlotte meckert nicht …

In etwas Butter werden beide langsam – aber echt langsam zum schmelzen gebracht. Die gehackte Chilischote dazugeröstet. Bei Seite stellen – euch brauche ich noch .

Wenn das Bunny für „Echte Männer“ 😉 fertig ist, wickelt es vorsichtig und mitfühlend in ein weiches Geschirrtuch ein. Es wird es Euch danken!

Die Brätlinge sing wirklich nur leicht gewürzt (Pfeffer, Salz, kein Firlefanz) und gepresst.

einfach ist einfach besser … vor allem in Trauer …

So 30 Minuten auf dem Blech und vorher gut zwei Stunden an einem warmen Ort (die Hefe war wohl schon eine Weile im Kühlschrank) … da vergeht die Zeit nicht. Ich empfehle einen guten Hopfentropfen. Leider habe ich derzeit kein eigenes SlowerEat-Bier im Kühlschrank (Schaaaaande ….!!!), darum habe ich auf ein durchaus empfehlenswertes Hopfen-Konzentrat zurückgegriffen:

geht auch …

Ich hoffe nur, dass Herr Maisel mir für die kleine Werbung vielleicht mal etwas überweist. Meine e-Mail ist MAIL-ME.

Burger bauen

Mein schickes Bunny ist ziemlich groß geworden und sehr blond 😉 Dank dem sofortigen Geschirrtuch hat es auch die watteweiche, flauschige Konsistenz, die ein gutes Burger-Bun haben sollte. Beide Seiten werden mit dem Ostalgie-Senf bestrichen.

Das nicht ganz durchgebratenen Pattie (ich habe zwei … der Trauer wegen …) auf eine Bun-Hälfte legen, Charlotte legt sich von ganz selbst darauf; das zweite Pattie darüber und die Gürkchen mit den Tomatenscheiben dazu. Irgendwo dazwischen wird der Käse platziert – mehr oder weniger reichlich – je nach Frust.

yam…

Käse und Bun sind übrigens das, was Ihr morgen beim Joggen spürt auf der Hüfte. Das Black Angus weniger 😉

Wem es noch schlechter geht, der darf noch Barbecue-Sauces á la coleur benutzen und das Ganze mit Speck drapieren oder umwickeln. Für mich reicht es, denn mein Herzblatt kommt gleich wieder 🙂 not amused …

Knoblauch, Bier

… was soll’s

… war geil 😉

post scriptum

… auf halbem Weg …

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