SlowerEat macht Pause

Wohlverdient und leicht verschnupft gönne ich mir ein paar Tage bei ☀️🌊und 30 Grad.

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Daher gibt es derzeit keine neuen Kücheneinträge von mir. Ich LASSE kochen …. 😉

Das Neue beginnt mit LAMMKEULE

Allen Lesern wünsche ich ein erfolgreiches, glückliches und vorallem GESUNDES neues Jahr 2015!
Unser Fisch gestern war hervorragend, die Soße ein Gedicht, nur an den Törtchen muss ich noch etwas feilen. Die kann man sicher besser machen.
Vorbereitet wurde – dem aufmerksamen Leser wird es nicht entgangen sein – eine Lammkeule, hübsch gespickt mit Knoblauch und Rosmarin. Zu den Ratatouille-Muffins konnte ich mich auch durchringen … später mehr dazu …

Das einfache Lämmchen …

… wurde neben den Spickereien noch mit ein paar trockenen Kräutern abgerieben und gesalzen. Es ruhte über Nacht bereits eng verpackt im Kühlschrank und nimmt gerade Zimmertemperatur an. Ich habe vor es sehr langsam offen im Ofen zu garen und regelmäßig mit Fond und Rotwein zu begießen.
Das mit den Bohnen wird schwierig – meine Frau hat den Schinken gegessen und es sind nur noch zwei Scheiben da.

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Das Lämmchen auf der Fettseite zuerst ohne Öl oder Butter in eine Pfanne legen. Wenn das Fett ausläuft, die Keule umdrehen und im Eigenfett weiter von allen Seiten anbraten. Auf einem Rost in einer Reine im Ofen bei 100-120 Grad Ober- und Unterhitze garen und gelegentlich mit Fond und Rotwein begießen. Über die Zeiten dazu später mehr …

Ratatouille-Muffins

In dem Lammfett eine rote Zwiebel, zwei Scheiben Sellerie, ein Stück Petersilienwurzel, eine halbe Moormöhre, eine Knoblauchzehe, eine Tomate, und eine rote Paprika dünsten. Das ist meine Version eines Herbst/Winter-Ratatouille. Mit etwas Rotwein löschen und einkochen lassen.

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Ich lasse bewusst mediterrane Kräuter weg und würze lediglich mit Pfeffer und Salz. So kommen die herbstlichen, eher mitteleuropäischen Bestandteile besser durch.
Das Ratatoulle beiseite stellen und erkalten lassen.

Jetzt 250 Gramm Butter, 250 Gramm Mehl, 2 geriebene Kartoffeln, 3 Eier, eine halbe Tüte Backpulver und ein bis zwei Teelöffel Salz zu einem glatten Teig verrühren.

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Kleine Auflaufförmchen buttern und eine kleine Schicht Teig einfüllen. Ein Esslöffel (je nach Größe der Form auch mehr) Winter-Ratatouille einfüllen und mit dem restlichen Teig bedecken. Den Teig so verteilen, dass er das Ratatouille komplett umgibt. Je nach Größe benötigen die Törtchen zwischen 15 und 30 Minuten Backzeit.

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Die in der Reine befindliche Flüssigkeit vom Fett trennen und reduzieren. Eigentlich muss sie nur noch mit eiskalter Butter oder Créme fraîche abgebunden werden. Ganz ohne nachwürzen. Also wenn man alles richtig gemacht hat.

Ein Bastelheini bin ich nicht, aber rausgekommen ist dann das:

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Die Esser haben’s gelobt. Das Fleisch war dank konsequenten Niedriggarens wirklich butterweich und die Küchlein wirklich überraschend. Da muss ich nicht viel nacharbeiten. Guter Tipp auch bei 6+ Gästen, weil:

Lamm schmort so vor sich hin
Küchlein können auch 6+ vorbereitet werden
die Bohnenrollen bleiben geduldig in der Butterpfanne und warten auf ihre Entnahme.

Na dann … noch einmal ein schönes Neues Jahr an alle und

Bon apetite!

Sylvester und das Happy New Jahr

Es ist wieder soweit. Weihnachten ist vorüber (zumindest für uns Nichtchristen) und der Jahreswechsel steht an. Diesmal recht schlecht vorbereitet durch Besuche verschiedenster Sorte, konnte ich das Essen für die beiden Tage schlecht vorbereiten. Aber eine Lammkeule feinster Couleur schön frisch und nicht tiefgefroren, lag an einem gut sortiertem Hofstand für mich bereit zum Mitnehmen.

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Ich habe das gute Stück mit ein paar Streifen einer Knoblauchzehe und einigen frischen Rosmarinzweigen gespickt, sowie mit weiteren, trockenen Kräutern eingerieben (etwas Schnittlauch, Majoran, Oregano und Petersilie).

Dies‘ wird mal wieder ein „sich entwickelnder“ Blogeintrag. Also immer mal wieder auf reload drücken.
Angedacht zum Lämmchen sind ganz klassische lange Bohnen im Parmamantel (die werde ich nicht näher erklären) und ein mediterranes Paprika-Focaccia, welches wohl eher experimenteller Natur sein wird. … Und ja A., ich hebe eine Portion auf 😉

Heute auf Wunsch eines kleinen Mannes doch keine Spieße mit Fleischklumpen und Gemüse dran, sondern:

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Seeeehr gute Erziehung.
Dazu probiere ich ein Camargue-Quark-Küchlein und Spargelstangen. Es ist zwar gerade keine Saison, aber wenn man welchen aus Peru findet, so kann man den ruhig nehmen. Ok, die Öko-Bilanz ist echt mies 😉

16:08: Mist, Hefe im Kühlschrank verschimmelt und ausgedörrt. War wohl doch schon BISSL länger dort drin. Kleinen Mann nochmal losgeschickt. Hoffentlich hat der Dorfladen noch offen …

16:21: Alles zu :/ Wird wohl was anderes.

Hmm …. denke, denke, denke … Was passiert, wenn man einfach ein Grundrezept für Muffins nimmt (Backpulver hab ich nämlich, Trockenhefe nicht), alles an Zucker und Vanillezucker durch Salz und Kräuter ersetzt und dann anstatt Blaubeeren oder sowas, ein Ratatouille einfüllt?
Das mache ich!!! ….

Aber erst einmal:

Der Fisch

Die hübsche Lachsforelle ordentlich von außen und innen mit Salz abreiben. Als Gewürze nur innen: Orangenpfeffer, Minze und geriebene Zitronenschale. Zwei Scheibchen Butter in die Bauchhöhle legen. Das Blech in den auf 160 Grad Ober- und Unterhitze vorgeheizten Ofen schieben. Je nach Größe des Schwimmers veranschlage ich mal so 30-40 Minuten Backzeit. Zwischendurch immer mal mit der herausgetretenen Butter bepinseln …

Camargue-Törtchen

Als Beilage etwas selbst Ausgedachtes … wobei das mit dem selber Ausdenken ja so eine Sache ist. Also ich gehe einmal davon aus, dass irgendjemand Gleiches oder Ähnliches bereits hergestellt hat. Hier nun meine Version:

Ich nehme 250 Gramm Speisequark (20%iger), das Fruchtfleisch zweier Avocados, 150-200 Gramm Roter Camargue gekocht (Achtung, der braucht etwas länger als gewöhnlicher Langkornreis), sowie 3 Scheiben Toast.
Das Toast so klein wie möglich zerhäckseln und mit dem Quark und den Avocados zu einer Masse verarbeiten. Den gekochten Reis unterheben und lediglich mit Pfeffer & Salz abschmecken. Die Masse in kleine, gebutterte Auflaufförmchen füllen und 20-30 Minuten backen.

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Sößchen

Zwei Eigelb, etwas Saft einer Ananas und die Gewürzpalette des Fisch mit etwas Senf durch den Schneidestab lassen. Eine Hand voll Ananas möglichst klein schneiden, mit Minze und Orangenpfeffer in einem 250-Gramm-Stück guter Butter zergehen lassen. Die heiße Ananas-Minze-Butter in dünnem Strahl zum pürierten Eigelb geben und dabei den Schneidestab laufen lassen. Es sollte eine Hollandaise-ähnliche Konsistenz erreicht werden.
Zum Spargel und Fisch reichen.

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RUTSCHT GUT REIN, LEUTE! Bis morgen!

P.S.

… den Nachtisch hat der kleine Sohnemann gemacht 😉

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Hier geht’s weiter …

Last Christmas (Chili con un poco de carne)

So, dies wird definitiv mein letzter Eintrag vor Weihnachten.
Das liegt zum einen daran dass es die nächsten Tage sehr einfache und schnelle Standards geben wird und zum anderen fahren wir Weihnachten weg zur Familie. Die kocht selbst. Ich darf nicht mal meinen grandiosen Rotkohl demonstrieren 😪.
Heute jedenfalls gab’s nach Wunsch, weil in meinem Gewürzadventskalender etwas bestimmtes drin war.

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Wer errät als erstes, was das werden soll?

Tja, nach dem es nun nach 5 Minuten erraten wurde …. ja, ein simples „Chili con un poco de carne“. Zum angedachten Chili sin carne konnte ich mich dann doch nicht durchringen zum Wochenende 😉.

Also wurden lediglich schnell klein geschnippelt:

2 Moormöhren
ein Zipfel Petersilienwurzel
ein Stück Sellerie
eine Stange Porree
2-3 rote/gelbe Zwiebeln
2 Zehen Knoblauch
1 Paprikaschote
1 Pepperoni/Chilischote

Das bisschen Rindfleisch das ich noch hatte, wurde angebraten und herausgenommen. Zwiebeln und Knoblauch in der gleichen Pfanne schwitzen lassen. Das geschnippelte Gemüse dazu. Zwei Teelöffel von dem Gewürz aus meinem Kalender und ungemahlenen Kreuzkümmel für die Verdauung dazu, eine Hand voll Rohzucker schadet nicht und zum Schluss mit mit etwas Rotwein ablöschen.

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Fleisch wieder rein, genauso auch zwei Büchsen gehackte Tomaten (den gesamten Inhalt). 30 Minuten klein und niedlich blubbern lassen.

3 große Tomaten, entstrunkt
1 Dose rote Bohnen, abgespült
1 Dose Mais, abgespült

für die letzten 10-15 Minuten dazugeben. Noch einmal abschmecken und ein paar Stücke dunkle Schokolade im Chili auflösen. Möglichst hoher Kakaoanteil ab 60% aufwärts.

Jetzt einen Schafsfeta (bitte wirklich Schaf, das ist ein Unterschied!), mit den halbierten Spalten einer Limette und Korianderblättern vermengen und als Topping auf das Chili geben.

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Voilà!

Ich wünsche allen meinen Lesern ein glückliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Weiter geht’s …. mit Garnelen-Curry & Liefer-Test „myTime.de“

So, da wär‘ ich wieder, meine lieben Leser. Ich habe jetzt nur noch 30 Zähne. Zwei meiner Weisheiten wurden mir recht unappetitlich genommen, aber der Mythos darum ist größer und schlimmer als am Ende die nackte Realität. Weil ich aber dennoch keine große Lust verspürte größere Gänge zum Markt zu unternehmen oder auf die Gefahr hin, nicht kauen zu können, für teuer Geld unseren Bio-Onkel zu bemühen, bin ich diesmal im Internet fündig geworden. Genauer gesagt im App Store von 🍏, welchen ich endlich mal wieder mit dem Kühlakku an der Wange in aller Ruhe durchstöbern konnte.
So bin ich auf myTime.de gestoßen. Ein Unternehmen der Bünting-Gruppe aus Ostfriesland (der bekannte Tee, famila-Warenhäuser), dass sich ganz dem eCommerce verschrieben hat und nun Lebensmittel-Waren des täglichen Bedarfs direkt aus (dem wohl eigenem) Großhandel über eine Internetplattform der Liga Web2.0 feilbietet.
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Über eine wohlaufgeräumte und gut zu bedienende Internetseite klickt man sich nicht durch die Regale, sondern durch Menüs und Untermenüs. Im Prinzip alles wie im Supermarkt. Es gibt abgepackte Sachen und Frischetheken. Ich wählte eine Mischung daraus. Den Liefertermin bestimmt man selbst. Eine Lieferung am nächsten Werktag ist möglich, wenn man vormittags bestellt. Im Prinzip geht das alles auch während der Fahrt mit der Straßenbahn – eine entsprechende App gibt es im App-Store. Ich werde diese aber nicht besprechen. Nur soviel: Es ist eine ordentliche App.
Über DHL Express verspricht myTime.de eine versandkostenfreie Lieferung ab 65€ Warenwert zwischen 7 und 12 Uhr. Ab 25€ senken sich die Versandkosten immerhin von 5 auf 3 Euro. Mein Paket war dann endlich um 12:40 Uhr da, nachdem ich bereits fleißig

1 Glas Geflügelfond
1 Büchse Kokosmilch
sowie 2 Dosen gehackte Tomaten ohne alles

eine halbe Stunde lang gemeinsam auf kleiner Flamme reduziert habe – unter gelegentlichem Rühren.

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Na dann mal auspacken:
Tiefgekühltes und Frischeware wird in einer Styroporbox geliefert. Alles andere ist (alles extra) in Wellpappe gewickelt. Gemüse oder anderes, das nicht gedrückt werden darf, liegt in Bläschen-Plastik. Ein Haufen Müll … aber dazu kommt später noch etwas.

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Mit dem Auspacken muss ich mich etwas eilen, denn dringend gehören

3 Zwiebeln kleingehackt

in meinen Wok, welcher anschließend noch auf

eine gewürfelte gelbe Paprikaschote und
eine grüne Chili wartet.

Alles gut durchschwenken und eine grobe Currygewürzmischung zermörsert beigeben. Ich habe da eine echt feine in meinem diesjährigen Adventskalender gefunden 😉. Jetzt noch kleine halbierte oder geviertelte Tomaten beimengen und weitere 3 Minuten schwenken. Alles raus in eine Schüssel. Zwei kleingehackte Knoblauchzehen gemeinsam mit den Garnelen (sind gerade mit dem Paket gekommen) im ausgekratzten Wok ggf. mit etwas Öl drei Minuten sehr heiß durchschwenken und mit Sojasoße ablöschen. Auf das Öl kann aber auch verzichtet werden. Das Gemüse wieder hinzugeben und vermengen.

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Nun die cremig gekochte Soße übergießen und etwas Limettenschale hineinraspeln. Einmal umrühren … fertig. Die Tomaten sollten noch ihre Form haben. Die Paprika ist hoffentlich leicht gebräunt. Die Curry-Gewürze sollte auch erst angeschwenkt sein, um das Aroma voll zu entfalten. Ein einfacher Basmati-Reis genügt dazu.

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Während des Essens (wunderbarer Genitiv für bestimmte Leser 😉) kam uns die Idee: ein Glas Fischfond dazu plus eventuell ein Schuss Weißer … schöne Krabbensuppe.

Aber zurück zu myTime.de. Die Waren kamen allesamt in gutem Zustand geliefert. Die Preise orientieren sich in etwa am gehobenen Edeka-Niveau.
Zu erwähnen wäre in jedem Fall noch der Kühlaufschlag von 5€, sowie das Kühlboxpfand von ebenfalls 5€. Pfand bekommt man natürlich wieder, sonst wäre es ja kein Pfand. Der Kühlungsaufschlag lässt sich bis auf Null reduzieren, je nach Füllmenge der Box. Ich habe es laut Rechnung auf um die 20% gebracht, was die Kosten auf etwas über 3€ senkte. Merkwürdig stimmte mich, dass die standardgroße Box aber locker zu 70% gefüllt war. Aber immerhin. Ich hatte Gesamtlieferkosten von 3€.
Der Verpackungsmüll wird wie folgt entsorgt: Im Paket befindet sich ein DHL-Aufkleber, selbstredend bereits korrekt beschriftet. Der kommt über den alten Aufkleber. Ein Zettel zum ankreuzen, was so alles an Pfandgut in der Kiste liegt, wird dazugelegt. Das Pfandgut, zu welchem auch die Styroporbox gehört, wird natürlich auch in die Kiste gegeben. Wieder zugeklebt, übergibt man dies nun dem nächstbesten DHL-Fahrer oder wartete auf seine nächste Lieferung und tauscht die Pakete einfach aus. Über myTime.de und auch die Mobil-App lässt sich ein Abholtermin festlegen.
Der MÜLL kommt tatsächlich auch mit in die Kiste und wird laut myTime’s eigener Aussage artgerecht entsorgt, bzw. wiederverwertet.
Zu erstattendes Geld verrechnet sich entweder mit der nächsten Rechnung oder kann auch aufs Konto überwiesen werden.
Für Bürger, welche sich mit dem Prozedere eventuell etwas schwer tun, liegt ein übergroßes Plakat bei, welches mit hübschen Piktogrammen alles noch einmal im Uhrzeigersinn erklärt.

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Alles in allem halte ich myTime.de für einen wohl durchdachten und sehr stimmigen Dienst. Wohnt man nicht gerade in Berlin, wo es solche Lieferdienste lokal zu Hauf gibt, sondern wie wir, in der Pampa, kann so ein Lieferdienst gelegentlich guten Mehrwert bedeuten. Und mal ehrlich: Ob nun jeder mit seinem Auto 10 km zum nächsten, größeren Markt (ich meine jetzt nicht die Dorf-Pennys und -Nettos) düst oder ein DHL-Fahrer in die andere Richtung seine Päckchen verteilt, bleibt sich umwelttechnisch gleich. Genommen wird einem die Haptik des Anfassens, des Auswählens, von mir aus auch des sozialen Kontakts. Angeblich sind ja in Supermärkten schon Ehen entstanden 😄. Ich für meine Bereiche werde in Zukunft gelegentlich auf myTime.de zurückgreifen und die Möglichkeit für Engpässe bewahren. Ich gehe weiterhin einkaufen und bestelle nur die Ware per Internet, welche hier wirklich sehr schwer zu bekommen ist.

Ach ja, lasst Euch das Garnelen-Curry schmecken … Bon apetite!

Kurze Pause

SlowerEat muss aus medizinischen Gründen eine kleine Pause einlegen und kann keine Küchenblogeinträge verfassen. Er ist aber so bald wie möglich wieder für Euch da.
Henkersmahlzeit war dieses hier. Ein Roastbeef mit Mango-Salsa und Lavendel-Kartoffeln.

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Demnächst wird für mich püriert. Und wenn ich wieder kauen kann, gibt’s auch wieder Neues aus meiner Küche.
So long

Topfenknödel mit Pfirsichkompott

So, lange vorgehabt und immer wieder verschoben: die Topfenknödel von Anja Zimtschnegge. Weil ich an ihrem Rezept eigentlich nichts weiter verändert habe außer, statt Aprikosenbüchse Pfirsiche zu nehmen, verweise ich einmal auf Anjas Original-Blog-Eintrag ➡️➡️➡️ und liefere lediglich ein finales Foto meiner Knödel.

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Doch, eine Kleinigkeit noch: es ist ja 1. Advent, und da habe ich noch drei Anissterne in das köchelnde Kompott gegeben und diese auch anschließend darin ziehen lassen. Zum Essen kamen die natürlich wieder heraus.

Also insgesamt hat das der Bande jetzt geschmeckt. Aber handwerklich waren die wirklich eine Katastrophe 😂. Nicht eine echte Kugel war darunter. Da muss ich wohl noch an der Konsistenz feilen. Außerdem hatte ich leider nur Vollkorntoastbrot, was die Knödelchen etwas „gesund“ aussehen ließ. Aber schön fluffig waren sie trotzdem. Also das probier‘ ich später nochmal aus.

Süßer Kasseler mit Tomaten-Kapern-Sauerkraut

Nachdem ich nun gestern also in schwedische Gefilde aufbrach um die Ikea-Feinkostabteilung zur Strecke zu bringen, schwandt‘ mir ein Kasseler Braten durch den Kopf. Aus vergangenen Zeiten von uns eher verschmäht, weil altmodisch, fett und auch noch nicht gerade von unserem Lieblingsfleischlieferanten, dem 🐷. Aber erstens werden wir nun auch älter und zweitens, finde ich es immer gerade interessant, wenn die Spitzenköche einen alten Klassiker neu interpretieren. So hochkarätig wird es bei mir natürlich nicht – ich versuche einfach mal was eventuell Witziges, um nachher bei Chefkoch.de feststellen zu müssen, dass irgendwie alles schon mal da war. Also schaue ich vielleicht doch nicht nach.
Mein Ergebnis schmirgelt natürlich schon seit einiger Zeit im Ofen:

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Im Prinzip keine große Sache: Dafür wurde Honig mit Senf und Sojasauce verrührt und damit der Braten in einem passenden Behältnis bekleistert. Bei 150-160 Grad Ober- und Unterhitze fiebert er seinem 2h-Ziel entgegen.
Natürlich zeitgleich (ich habe vier Arme und fünf Hände) werden Trockenfrüchte und rote Zwiebeln grob gehackt und in etwas Butter gedreht und gewendet. Maße wie immer nach dem Auge und Anzahl der Esser. Dies ist kein Genauso-nachkoch-Blog-weil-ich-bin-Anfänger-Blog (zweimal Blog). Irgendwie sieht man doch spätestens bei der Größe des Kasslerstückes, ob es eine oder zwei Zwiebeln braucht.

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Noch ein paar gehackte frische Salbeiblätter dazu und die Pfanne wird mit ordentlich Weißwein oder Sekt abgelöscht. Ich habe mal Sekt genommen, weil der sonst unbenutzt im Kühlschrank weiter vor sich hingammelt. In leicht eingekochter Form kommt die Pfanne über den Braten im Ofen, welcher sich schon seit einer halben Stunde mit dem Honig-Senf-Gemisch beschäftigt.

Beim Sauerkraut (also Kasseler ohne Sauerkraut geht nun wirklich nicht) gehe ich andere Wege: bereits vor 24 Stunden kam mir in den Sinn, ein halbes Gläschen spanische Kapern und eine Hand voll getrocknete Tomaten im restlichen Madeira einzulegen. Beides wurde heute wieder voneinander getrennt. Soll heißen, die Tomaten mit den Kapern abgeseiht und ausgedrückt. Das Sauerkraut in Schmalz andünsten und mit Sojasauce ablöschen. Wieder leicht anbacksen lassen und mit der Madeira-Flüssigkeit löschen. Jetzt bei geschlossenem Deckel auf kleiner Flamme ein paar Minuten köcheln. Das Sauerkraut mit einer Gabel zerpflücken, gegebenenfalls Salz nachlegen und endlich die Tomaten und Kapern einarbeiten. Auf kleiner Flamme köcheln lassen und bei Bedarf immer etwas Gemüsefond angießen, aber nur soviel, dass es nicht anbrennt. Wer mag kann zwischenzeitlich auch etwas Rohrzucker drüber geben.

Als Beilage habe ich Reibedatschi gemacht. Also geriebene rohe Kartoffeln mit Ei, Mehl und italienischem Hartkäse vermengt und in Olivenöl ausgebacken.

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Ach ja: fast vergessen: den Braten habe ich warm gestellt, den Rest durch ein feines Sieb gegeben und nach einer Salzprobe noch eingekocht. Ist es bereits zu salzig, bleibt Euch nur das binden mit Stärke/Mehl. Ansonsten einkochen bis der Salzgehalt stimmt und ein Löffelchen Créme fraîche unterziehen.

Bon apetite!

Imbiss gewünscht: Pasta mit Mango und Chili

Zum Abend wurde ein kleiner Imbiss gewünscht. Etwas exotischer aber irgendwie mit Nudeln (Nudeln vom kleinen Mann gewünscht).

Also flink eine Knoblauchzehe nebst Chilischote kleingehackt und gemeinsam mit einer eh überreifen Mango im Töpfchen angedünstet. Salz rauf, Honig drüber und mit Sahne aufgegossen auf sehr leiser Flamme einkochen lassen.

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Das kann dauern. Während des langsamen Rührens begleitet ein neuer sehr frischer und vielversprechender Valpolicella meine Langeweile.

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Die hübschen Bandnudeln sind zwar von hervorragender Qualität aber getrocknet und entsprechend unkompliziert zubereitet. Sie warten bereits abgeseiht und abgeschreckt im Sieb.

In einem Wok mit Olivenöl und etwas Butter zwei Hände voll Garnelen anbraten, die Nudeln dazu und weiter schwenken. Ist man zufrieden mit dem Werk, die Sahnesauce dazugeben und vermengen. Ab auf den Teller.

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Der Rest vom Valpolicella passt hervorragend.

Adios bis zu, Kasseler …