Last Christmas (Chili con un poco de carne)

So, dies wird definitiv mein letzter Eintrag vor Weihnachten.
Das liegt zum einen daran dass es die nächsten Tage sehr einfache und schnelle Standards geben wird und zum anderen fahren wir Weihnachten weg zur Familie. Die kocht selbst. Ich darf nicht mal meinen grandiosen Rotkohl demonstrieren 😪.
Heute jedenfalls gab’s nach Wunsch, weil in meinem Gewürzadventskalender etwas bestimmtes drin war.

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Wer errät als erstes, was das werden soll?

Tja, nach dem es nun nach 5 Minuten erraten wurde …. ja, ein simples „Chili con un poco de carne“. Zum angedachten Chili sin carne konnte ich mich dann doch nicht durchringen zum Wochenende 😉.

Also wurden lediglich schnell klein geschnippelt:

2 Moormöhren
ein Zipfel Petersilienwurzel
ein Stück Sellerie
eine Stange Porree
2-3 rote/gelbe Zwiebeln
2 Zehen Knoblauch
1 Paprikaschote
1 Pepperoni/Chilischote

Das bisschen Rindfleisch das ich noch hatte, wurde angebraten und herausgenommen. Zwiebeln und Knoblauch in der gleichen Pfanne schwitzen lassen. Das geschnippelte Gemüse dazu. Zwei Teelöffel von dem Gewürz aus meinem Kalender und ungemahlenen Kreuzkümmel für die Verdauung dazu, eine Hand voll Rohzucker schadet nicht und zum Schluss mit mit etwas Rotwein ablöschen.

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Fleisch wieder rein, genauso auch zwei Büchsen gehackte Tomaten (den gesamten Inhalt). 30 Minuten klein und niedlich blubbern lassen.

3 große Tomaten, entstrunkt
1 Dose rote Bohnen, abgespült
1 Dose Mais, abgespült

für die letzten 10-15 Minuten dazugeben. Noch einmal abschmecken und ein paar Stücke dunkle Schokolade im Chili auflösen. Möglichst hoher Kakaoanteil ab 60% aufwärts.

Jetzt einen Schafsfeta (bitte wirklich Schaf, das ist ein Unterschied!), mit den halbierten Spalten einer Limette und Korianderblättern vermengen und als Topping auf das Chili geben.

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Voilà!

Ich wünsche allen meinen Lesern ein glückliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Imbiss gewünscht: Pasta mit Mango und Chili

Zum Abend wurde ein kleiner Imbiss gewünscht. Etwas exotischer aber irgendwie mit Nudeln (Nudeln vom kleinen Mann gewünscht).

Also flink eine Knoblauchzehe nebst Chilischote kleingehackt und gemeinsam mit einer eh überreifen Mango im Töpfchen angedünstet. Salz rauf, Honig drüber und mit Sahne aufgegossen auf sehr leiser Flamme einkochen lassen.

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Das kann dauern. Während des langsamen Rührens begleitet ein neuer sehr frischer und vielversprechender Valpolicella meine Langeweile.

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Die hübschen Bandnudeln sind zwar von hervorragender Qualität aber getrocknet und entsprechend unkompliziert zubereitet. Sie warten bereits abgeseiht und abgeschreckt im Sieb.

In einem Wok mit Olivenöl und etwas Butter zwei Hände voll Garnelen anbraten, die Nudeln dazu und weiter schwenken. Ist man zufrieden mit dem Werk, die Sahnesauce dazugeben und vermengen. Ab auf den Teller.

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Der Rest vom Valpolicella passt hervorragend.

Adios bis zu, Kasseler …

Rumpsteak mit Kokos-Chilisoße und ordinären Rosmarin-Kartoffeln

Ach, der liebe Freitag! Einigermaßen schnell muss es gehen, etwas teurer darf es auch schon mal sein und Fleisch ist fast ein Muss. Irgendwie habe ich mich darauf eingeschossen freitags eine kleine Kuh zu erlegen und in den Ofen zu geben. So sind es auch heute wieder zwei supersaftige und äußerst kräftige Rumpsteaks vom Bioversender unseres Vertrauens geworden.

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Ansonsten habe ich leider nicht weiter eingekauft, das ist morgen dran. Aber das Regal gab noch eine Dose Kokosmilch her und ein paar Chilischoten lagen auch noch herum. Also mal eine Kombi wagen und ähnlich wie man in der französischen Küche gern Sahne mit anderem Zeug einkocht, dass ganze einfach mal mit Kokosmilch probieren:

Fangen wir an: zwei mittelgroße Zwiebeln und die Knoblauchzehe erst einmal möglichst klein hacken und in etwas Ghee glasig dünsten. In der Zwischenzeit die Chilischoten in sehr feine Streifen schneiden und hinzugeben. Ich nehme eine, die Harten können es ja mit zwei probieren. Gießt nun die Kokosmilch hinein und stellt nach erstem Aufkochen die Flamme so klein dass es gerade noch so blubbert. Das Ganze sollte in locker 30 Minuten ganz ordentlich eingekocht werden. Wie lange nun wirklich müsst ihr selber sehen. Die Soße sollte zur Weiterverarbeitung eine sehr cremige Konsistenz bekommen. Auf halber Strecke würde ich immer mal wieder etwas vorsichtig mit der Mühle salzen und nachschmecken. Zu viel Salz wäre nicht gut, weil das Ganze am Ende noch süß werden soll.

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Für die Steaks würde ich schon einmal den Ofen auf Ober- und Unterhitze vorheizen. Er braucht aber lediglich 70-80 Grad. Wenn wir schon einmal dabei sind: den mächtigen Fettkanten mehrmals sauber einschneiden, damit sich die kleine Kuh nicht zu unansehnlichen Schüsseln verformt. Die gewürzte Kokosmilch nicht vergessen 😉 die muss auch öfter einmal umgerührt werden.

Eine hübsche geriffelte Pfanne vorheizen oder je nach Jahreszeit (oder für die echt Harten unter uns auch zu jeder Jahreszeit) den Holzkohlegrill beschäftigen und die Steaks in einer Mischung aus Ghee und etwas feinem Olivenöl kräftig anbraten (auf dem Grill bitte kein Ghee oder Öl :D). Legt am besten die fetten Seiten nach innen, weil dort bei mittelmäßigen Pfannen die größte Hitze ist und sie am besten ausbraten.

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Ach ja, und wagt es euch nicht, für dieses noble Stück Rind im Vorfeld Pfeffer oder Salz zu verwenden! Das kommt bestenfalls nach dem Anbraten (jede Seite vielleicht 2 Minuten) darauf! Im Ofen habt ihr hoffentlich eine Schale, Auflaufform, was auch immer mit reingestellt ;), denn da kommen jetzt die beiden Scheibchen hinein und verweilen für eine gute halbe Stunde im Ofen.

Macht euch jetzt schnellstens an die Kartoffeln. Ich wasche sie nur ordentlich und achtele sie längst. Die werden dann erst etwas schärfer, dann langsamer gebraten. Gemeinsam mit den Rosmarinzweigchen. Erst wenn ihr der Meinung seit, dass die Schiffchen genug gebrutzelt haben kommen die gewürfelten bunten Tomaten hinzu und schmörgeln noch ein paar Minuten mit (bei wieder höherer Hitze). Aber denkt dran, dass ich keine Tomatensoße um die Kartoffeln möchte. Sie sollten noch gut in Form bleiben. Gegen Ende Pfeffer und Salz sollte klar sein.
Kontrolliere: Hat das Sößchen so langsam Farbe bekommen? Dann ziehen wir jetzt – je nach Geschmack – ein bis zwei Esslöffel Marmelade darunter.
Ich habe immer irgendeine Geschmacksrichtung aus dem Garten im Kühlschrank. Heute wird es wohl die „Weiße Johannisbeere“. Alternativ könnte ich mir aber auch Orangenmarmelade (mit etwas geriebener Schale) oder auch einfach nur ein Schuss Ahornsirup vorstellen. Genug geträumt, ich habe „Weiße Johannisbeere“ …
Da war doch noch was auf der Liste … ach ja, Koriander. Ich habe vietnamesischen im Garten. Der ist nicht so seifig, wie der bei uns bekannte, sollte aber trotzdem sparsam eingesetzt werden. Ich denke, fünf Blättchen genügen. Aber bitte gegen Ende, denn Kräuter kochen sich auf Dauer tot und schön grün werden sie auch nicht mehr aussehen.
Und wenn jetzt alles gut gelaufen ist, sollten die Kartoffeln knackig, das Steak einigermaßen blutig und die Soße schön scharf sein.

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Hmm … Nachtisch, Nachtisch, Nachtisch … Eis hab ich keins, bin auch eigentlich kein Fan von Nachtischen …. Daher:

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Bis demnächst zum nächsten Bruzzeln …

Für Nachkocher ’ne Liste:

2 Rumpsteaks 4cm dick
eine gelbe und eine gescheckte Tomate (irgendwas Buntes, nicht standardisiert Rotes)
4-5 kleine, neue Kartoffeln (z.B. Belana, besser: Moor-Linda)
2-3 Rosmarinzweige
400 ml Kokosmilch (mangels Kokosnüssen auch aus der Dose)
1 Chilischote, die harten nehmen von mir aus auch zwei … ohne zu meckern
1-2 Esslöffel Marmelade, qualitativ hochwertig … wer Schrutz nimmt ist selber Schuld
2-3 Rosmarinzweige
und … ach ja …

5 Blätter vietnamesischer Koriander

naja, bissl Pfeffer & Salz versteht sich