Mein erstes Bier, 1. Teil

Heute kommt mein erstes Bier. Nein, nicht mein erstes ├╝berhaupt, aber mein erstes Selbstgebrautes ­čśĆ. Schon lange hege ich den Gedanken, selbst den goldenen Gerstensaft herzustellen. Aber bis auf diverse Eink├Ąufe in Craftbeer-L├Ąden und der Verkostung bei Freunden, die dies schon geschafft haben, kann ich leider nichts vorweisen. Zeit und Aufwand und beides zusammen scheuten mich jedenfalls, dieses Projekt einmal in Angriff zu nehmen.

Aber ich habe ja eine sehr aufmerksame bessere H├Ąlfte, welche meine Bierzuneigung au├čerhalb der g├Ąngigen Industriebiere l├Ąngst registriert hat. Und just an diesem Wochenende stellte sie mir ein Paket auf den Scho├č.

 

Das fand ich erst einmal super, erstklassig, und total toll, dass meine Liebste an so etwas f├╝r mich gedacht hat … reglementiert sie doch des ├ľfteren den feinmalzigen Genuss des k├╝hlen Erfrischungsgetr├Ąnkes­čśä. Ein erstes Lesen l├Ąsst mich aber sehr wundern. Mehr ist am Bierbrauen nicht dran? Die drei Zutaten zusammensch├╝tten und warten?

Na Abwarten. Ersteinmal mit gr├Â├čter Sorgfalt die Anleitung lesen. Das ganze Produkt wirkt ├Ąu├čerst clever gestaltet und konzipiert. Die schriftlichen Anweisungen wirken idiotensicher und kurzweilig illustriert. Ein Lob der Marketing-Abteilung.

Auseinandergenommen beinhaltet mein P├Ąckchen diese Zutaten: ein Fass, eine Flasche Malzextrakt, ein Fl├Ąschlein Hopfen (Cascade), eine T├╝te Hefe und drei Bierdeckel.

 

Wobei die Bierdeckel nicht zum eigentlichen Brauen verwendet werden.

In das h├╝bsche 5-Liter-F├Ąsschen kippe ich eine sirupartige Masse, welche als Malzextrakt bezeichnet wird. Diese Flasche wiederum f├╝lle ich bis zur entsprechenden Markierung mit kaltem Wasser und bis zur obersten Markierung mit kochendem Wasser auf und f├╝ge auch dies, gut ausgesp├╝lt in das F├Ąsschen. Als Wasser habe ich mal ganz profan Lidls Saskia ohne Kohlens├Ąure genommen. Das hiesige Leitungswasser war mir dann doch etwas zu heikel. Wer trinkt schon gerne gro├čst├Ądtisches Chlorbier.

Das Fass habe ich eine halbe Minute lang nach Anleitung bewegt und mit weiteren f├╝nf Flaschen Mineralwasser gef├╝llt. Jetzt das mitgelieferte T├╝tchen Hefe und ein Fl├Ąschlein Hopfen hinzugef├╝gen. Ja, ein Fl├Ąschlein. Keine Dolden. Es war eine klare, durchsichtige Fl├╝ssigkeit… Wir werden sehen. St├Âpsel drauf und irgendwo hinstellen, wo es nicht so schlimm ist, wenn in Abwesenheit die Bombe platzt. Morgen soll ich das Fass f├╝r 10 Sekunden auf den Kopf stellen und dann die n├Ąchsten 4 Tage ruhen lassen. Anschlie├čend noch einmal f├╝r zwei Tage im K├╝hlschrank „reifen“ lassen.

Ich melde mich n├Ąchste Woche wieder mit einer Verkostung. Wird der Text eher unleserlich, war die Idee von Brauf├Ąsschen.com wohl gut ­čśä.

ÔćĺComing soon …

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